Dichterfürst mit Führungskraft

Wenn es um bedeutsame Weisheiten geht, darf einer nicht fehlen: Johann Wolfgang von Goethe. Deutschlands größter Dichterfürst schenkte seiner Nachwelt unzählige Zitate wie die über des Pudels Kern oder den armen Tor, aber auch die Worte, die in goldenen Buchstaben im Treppenhaus der GGS prangen  – und die Marketingleiterin Verena Kruppa immer wieder als Denkanstoß dienen:

»Behandle die Menschen so, als wären sie, was sie sein sollten, und du hilfst ihnen zu werden, was sie sein können.«

Der Spruch passe sehr gut in den Kontext der GGS, sagt sie, »weil er auf das Verständnis von Führungskräften anwendbar ist«. Das Zitat bringe vieles auf den Punkt, was die GGS ihren Studierenden als angehenden Führungskräften mitgeben möchte. Moderne Führung bedeute nämlich, nicht nur sich selbst, sondern auch andere zu führen. »Gute Chefs sehen die positiven Eigenschaften ihrer Mitarbeiter und knüpfen daran an«, erklärt sie. Sie erkennen Potenziale, wecken und fördern sie.

Es sind nicht nur seine Worte, sondern auch die Person Goethes, die Kruppa fasziniert. »Er war eine Persönlichkeit mit unglaublich vielen Facetten.« Tatsächlich war der begnadete Schriftsteller ein wahrer Tausendsassa und als Naturforscher, Theaterleiter und Politiker und damit auch als Führungskraft tätig.

Darüber hinaus war Goethe ein großer Menschenfreund. »Und das sollten Führungspersönlichkeiten auch sein«, betont Kruppa, die schon als Kind in ihrem Elternhaus mit dem Werk Goethes in Berührung gekommen ist. Später ist sie in Weimar auf Goethes Spuren gewandelt. Im Park an der Ilm besichtigte sie Goethes Gartenhaus, dessen Lieblingsplatz in Weimar, in dem er lange gewohnt und gewirkt hatte und das heute ein Museum beherbergt. Daher steht ihr Goethe besonders nahe und sein Spruch ist Ansporn für die GGS-Marketingverantwortliche, stets das Beste aus ihren Mitarbeitern herauszuholen.

Doch nicht nur den Mitarbeitern, generell jedem Menschen sollte man mit Wertschätzung entgegentreten, in jedem das Positive sehen. Das ist Verena Kruppa wichtig. Denn Goethes Worte haben natürlich auch abseits der Führungsebene ihre Bewandtnis.