Der Bibliothekar von heute ist digital unterwegs

800 Quadratmeter, rund 100.000 E-Books und 12.000 E-Journals, das ist die GGS Bibliothek. Verantwortlich dafür ist Daniel Neumann, seit Februar dieses Jahres Bibliotheksleiter der GGS auf dem Bildungscampus. Der 27-Jährige hat die Nachfolge von Annegret Heuermann angetreten, die die Business School nach mehr als sieben Jahren verlassen hat und in ihre Heimat Osnabrück zurückgekehrt ist.

Daniel Neumann ist kein neues Gesicht an der GGS. Während des Studiums hat er bereits ein Jahr lang am Wochenende als Kursbetreuer an der Business School gearbeitet. Das Einleben an seinem Arbeitsplatz ging daher schnell, die GGS-Mitarbeiter und viele Studierende sind ihm vertraut. »Es ist immer wieder schön, bekannte Gesichter zu sehen«, sagt der gebürtige Heilbronner. Und er ist froh, wenn er den Studierenden bei der Literatursuche für ihr Studium unter die Arme greifen kann. »Ich weiß ja noch selbst, wie das ist.«

Master in der Tasche

Neumann, der an der Hochschule der Medien in Stuttgart Bibliotheks- und Informationsmanagement studiert hat, hatte erst im Oktober vergangenen Jahres seine Masterarbeit zum Thema »Kennzahlenbasierte Erfolgsmessung von Social-Media-Auftritten von Bibliotheken« abgegeben. Inzwischen hat er seinen Master in der Tasche, was er im GGS-Kreis mit einer ausgiebigen Runde Donuts feierte. Unvergessen ist auch sein Einstand, bei dem er das süße Gebäck im Corporate Design der GGS aufgetischt und damit bei den Kollegen für Begeisterung gesorgt hat: tiefblaue Donuts hatte es bislang eben noch nicht gegeben. 

Jetzt freut sich Neumann, in seiner Position selbstständig die Geschicke in der GGS Bibliothek leiten zu können. Er trägt dafür Sorge, dass die Studierenden wie auch die wissenschaftlichen Mitarbeiter und Professoren der GGS-Fakultät mit Literatur versorgt werden. Bücher schleppen muss er dafür nur selten. »Das verstaubte Image des Bibliothekars zwischen Bücherregalen ist längst überholt«, betont Neumann. Der Bibliothekar von heute ist digital unterwegs. So beansprucht die Pflege der Datenbank mit all ihren E-Books und -Journalen einen Großteil seiner Arbeit. »Sie ist das virtuelle Steckenpferd der GGS«, erklärt Neumann. 

Am Wochenende Allzeit bereit

Da viele Studierende unter der Woche nicht Heilbronn sind, sondern in ganz Deutschland verteilt, ist es wichtig, dass sie über den Computer auf die Lehrliteratur zugreifen können. Dank Neumann können sie dies. Er stellt den Zugang zur Datenbank sicher, recherchiert Literatur, besorgt neue Volltexte.

Sind die Studenten zu den Vorlesungen am Wochenende auf dem Bildungscampus, muss für das entsprechende Modul nicht nur die entsprechende Literatur verfügbar sein. Auch Daniel Neumann muss als Gesicht der GGS dann präsent sein, gegebenenfalls Fragen beantworten, Texte heraussuchen. Freitagnachmittag und Samstag ist Hauptarbeitszeit für Neumann, der in seiner Freizeit den Ausgleich zu Computern und Büchern an der frischen Luft beim Laufen sucht. Arbeiten am Wochenende? »Kein Problem«, sagt Neumann. Er kenne das ja aus seiner Zeit als Kursbetreuer. »Außerdem bin ich doch gerne für unsere Studenten da und glücklich, wenn sie mit ihrer Recherche vorankommen.«