Andreas Persigehl

Geschäftsführer mit 33

Mit 33 Jahren an der Spitze eines ganzen Logistikunternehmens. Sechs Jahre nach dem Studium an der German Graduate School  koordiniert Andreas Persigehl die Lieferungen an fast 300 tegut…- Supermärkte, kümmert sich um die Logistik und das Supply Chain Management eines ganzen Handelsunternehmens. Der gebürtige Dortmunder gehört zum ersten Jahrgang der Business School und ist sich sicher:»Das Masterstudium war und ist eine wichtige Grundlage für meinen Berufsweg.«

Von Fulda aus lenkt Andreas Persigehl das Logistikunternehmen tgt, ein Tochterunternehmen des Handelsunternehmens tegut…, als Geschäftsführer. Er organisiert die Warendisposition der Filialen und der Verteilzentren, die Lagerung sowie den Transport und ist verantwortlich, wenn etwas mit der Lieferung an die Filialen nicht klappt. Im Alltag kommt das aber selten vor. Denn Andreas Persigehl kennt  das Unternehmen sehr gut. Er hat sich nach oben gearbeitet – vom Projektleiter über Positionen als Bereichsleiter, Gesamtleiter des Zentrallagers zum Geschäftsführer des hauseigenen Logistikunternehmens. Über ihm ist heute nur noch der Vorstand.

Der Weg zur GGS

Als Logistiker würde sich Persigehl trotzdem nicht bezeichnen. »Ich habe vor allem ein persönliches Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen und am Einzelhandel.« Zuerst studierte Persigehl neben der Arbeit deshalb an der DHBW Mosbach, wo tegut… schon lange seine Studenten hinschickt. Mit Kommilitonen entschied er, noch ein postgraduiertes Studium anzuschließen. Und das Programm der German Graduate School, die damals noch heilbronn business school hieß, überzeugte. »Es war einmalig, dass man in Deutschland studieren konnte und in Kooperation mit der University of Glamorgan einen internationalen Abschluss bekam.«

Die heutige GGS steckte damals noch in den Kinderschuhen. In den ersten Jahren fanden die Veranstaltungen in Bad Mergentheim statt. Erst in Persigehls letztem Studienjahr folgte der Umzug in die Räume im Heilbronner Neckarturm. »Damals hat man schon die Aufbruchstimmung gespürt. Aber es war trotzdem nichts chaotisch, alles toll organisiert.«

Neben der Theorie war es für Persigehl vor allem die Methodik, die ihn vorangebracht hat. »Ich habe gelernt, wie man die Dinge angeht und welche Wege es gibt, Problemstellungen zu lösen.« Auch von dem Netzwerk, welches sich während des Studiums aufgebaut hat, profitiert er bis heute. »Da entwickelt sich schon mal die eine oder andere Geschäftsbeziehung.« Noch heute steht er über den  Alumni-Verein in Kontakt mit einstigen Kommilitonen.

Persigehl ist »glücklich«, dass er sich nach dem Studium zum Diplom-Betriebswirt noch  für den MSc entschieden hat. »Danach hatte ich die Grundlagen, um im Unternehmen Ideen vorzubringen und so aufzusteigen«, erklärt er. Schon kurz nach dem Abschluss war er stellvertretender Gesamtlogistikleiter und für 450 Mitarbeiter zuständig.

Der Master als Werkzeugkasten

Eine Garantie für den Aufstieg sei das Studium zwar nicht, aber eine gute Chance. »Der Master ist ein Werkzeugkasten. Und an der GGS bekommt man einen sehr wertvollen Werkzeugkasten«, erklärt Persigehl. »Wie schön am Ende aber das Möbelstück wird, das man mit dem Werkzeugkasten baut, liegt an einem selbst.«

Bei Andreas Persigehl sitzen die Schrauben gerade, das Möbelstück steht.  Die ein oder andere Verzierung will er aber noch hinzufügen. »Ich bin noch nicht ganz dort, wo ich hin will. Auf jeden Fall will ich noch verschiedene Bereiche kennenlernen.« Das Werkzeug dafür hat er schon. (ag)