Prof. Dr. Elisabeth Müller

Professorin für Entrepreneurship und Familienunternehmen
Telefon 07131 645636-860
E-Mail elisabeth.mueller@remove-this.ggs.de

Forschungsschwerpunkte

Entrepreneurship und Innovationsmanagement, speziell: Organisation von Forschung in jungen Unternehmen, digitale Innovation, Entwicklung von Gründungsteams, Innovation in China, Management von geistigem Eigentum

Lebenslauf/Berufliche Historie

  • Seit 09/2015: German Graduate School of Management and Law, Heilbronn, Professorin für Entrepreneurship und Familienunternehmen
    Leiterin Institut für Unternehmertum
    Leiterin Schwerpunkt Innovations- und Technologiemanagement im berufsbegleitenden MSc in Management
  • Seit 01/2015: Adjunct Professor, Centre for Transformative Innovation, Swinburne University of Technology, Melbourne, Australien
  • Seit 01/2015: Research Associate am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim
  • 09/2010-08/2015: Frankfurt School of Finance and Management, Frankfurt/Main, Professorin für Innovationsmanagement
  • 01/2004-08/2010: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim, Senior Researcher in der Abteilung Industrieökonomik und internationales Management

Ausbildung

  • 09/2000-11/2004: Promotion, London School of Economics and Political Science, London
  • 09/1999-06/2000: Master in Volkswirtschaftslehre, London School of Economics and Political Science, London
  • 10/1993-02/1999: Diplom in Volkswirtschaftslehre, Universität Mannheim und University of California, Berkeley

Veröffentlichungen

Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften

  • Häussler, C., M. Hennicke, und E. Müller (2019), Founder-inventors and their Investors: Implications for Firm Survival and Growth, Strategic Entrepreneurship Journal, im Erscheinen.
  • Boeing, P., & Mueller, E. (2016). Measuring Patent Quality in Cross-country Comparison. Economics Letters, DOI 10.1016/j.econlet.2016.10.039. (VHB-JOURQUAL 3 Rating: B).
  • Boeing, P., Mueller, E. (2016). China’s R&D Explosion – Analyzing Productivity Effects Across Ownership Types and Over Time. Research Policy45(1), 159-176.
  • Haeussler, C., Harhoff, D., Mueller, E. (2014). How Patenting Informs VC Investors  – the Case of Biotechnology. Research Policy, 43(8), 1286-1298.
  • Harhoff, D., Mueller, E., Van Reenen, J. (2014). What are the Channels for Technology Sourcing? – Panel Data Evidence from German Companies. Journal of Economics and Management Strategy, 23(1), 204-224.
  • Mueller, E. (2014). Entrepreneurs from Low-Skilled Immigrant Groups in Knowledge-intensive Industries – Company Characteristics, Survival and Innovative Performance. Small Business Economics, 42(4), 871-889.
  • Mueller, E., Reize, F. (2013). Loan Availability and Investment – Can Innovative Companies Better Cope with Loan Denials?. Applied Economics, 45(36), 5001-5011.
  • Mueller, E., Cockburn, I., MacGarvie, M. (2013). Access to Intellectual Property for Innovation: Evidence on Problems and Coping Strategies from German Firms. Research Policy, 42(2), 529-541.
  • Mueller, E. (2011). Returns to Private Equity – Idiosyncratic Risk Does Matter!. Review of Finance, 15(3), 545-574.
  • Cockburn, I., MacGarvie, M., Mueller, E. (2010). Patent Thickets, Licensing, and Innovative Performance. Industrial and Corporate Change, 19(3), 899-925.
  • Mueller, E., Zimmermann, V. (2009). The Importance of Equity Finance for R&D Activity – Are There Differences Between Young and Old Companies?. Small Business Economics, 33(3), 303-318.
  • Blind, K., Cremers, K., Mueller, E. (2009). The Influence of Strategic Patenting on Companies’ Patent Portfolios. Research Policy, 38(2), 428-436.
  • Mueller, E. (2008). Benefits of Control, Capital Structure and Company Growth. Applied Economics, 40(21), 2721-2734.
  • Mueller, E. (2008). How Does Owners’ Exposure to Idiosyncratic Risk Influence the Capital Structure of Private Companies?. Journal of Empirical Finance, 15(2), 185-198.
  • Mueller, E., Spitz-Oener, A. (2006) Managerial Ownership and Company Performance in German Small and Medium-Sized Private Enterprises. German Economic Review, 7(2), 233-247.

Aktuelle Forschungsprojekte

Struktur des Führungsteams und Innovationserfolg bei jungen Unternehmen

Das Wissen über die Auswirkungen einer Involvierung der Gründer in Forschung und Entwicklung (FuE) auf die Innovationsfähigkeit und Leistungsfähigkeit von Unternehmen ist noch begrenzt. Meine früheren Arbeiten zeigen, dass Gründer die FuE-Aktivitäten ihrer Unternehmen auf besondere Weise beeinflussen. Dieses Projekt beleuchtet die Mechanismen des gründerspezifischen Effekts. Es wird untersucht, wie die individuelle Situation der Gründer – ihr Eigentumsanteil, ihre Managementverantwortung und ihre technologische und unternehmerische Erfahrung – die Innovationsaktivitäten beeinflussen. Zudem werden Auswirkungen des Zusammenspiels aus gründerspezifischen und strukturellen Aspekten im Führungsteam – wie z.B. der Verteilung von Eigentum und Managementverantwortung, sowie Veränderungen in der Zusammensetzung des Führungsteams – auf die Innovationsfähigkeit analysiert. Dieses Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. (Projektdarstellung DFG [http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/242168680?language=de])

Digitale Innovation in jungen Unternehmen

Digitale Technologie ist eine Universaltechnologie, die für alle Unternehmen vielversprechend ist. Unternehmer haben die besondere Fähigkeit, wirtschaftliche Chancen zu erkennen und ihre Unternehmen so zu führen, dass diese Chancen genutzt werden. Die Wertgenerierung aus digitalen Innovationen ist eine große Chance für junge Unternehmen. Dieses Projekt betrachtet Unterschiede zwischen digitalen und nicht-digitalen Innovationen sowie Erfolgsimplikationen digitaler Innovationen für junge Unternehmen. Zusätzlich analysiert das Projekt, wie die Teamkonstellation des Top-Management-Teams die Fähigkeit von jungen Unternehmen beeinflusst, digitale Chancen zu nutzen. Die Analyse berücksichtigt dabei sowohl die technologische Erfahrung der Gründer als auch Unterschiede in der Teamzusammenstellung. Das Projekt hilft, die Faktoren zu verstehen, die die Chancenerkennung bei jungen Unternehmen beeinflussen.

Veränderungen in der Zusammensetzung der Führungsteams in jungen Unternehmen

Bei Gründung eines neuen Unternehmens muss das Gründungsteam über die Zusammensetzung des Teams und die Verteilung des Eigentums am Unternehmen entscheiden. Im Zeitablauf ist es häufig erforderlich, die Zusammensetzung des Gründungsteams zu ändern, um auf zusätzliche Ressourcen zugreifen zu können oder um auf Veränderungen im Umfeld zu reagieren. Das Projekt untersucht den Einfluss der anfänglichen Eigentumsverteilung auf Ein- und Austritte im Führungsteam sowie auf den Unternehmenserfolg. Grundsätzlich können Gründungsteams zwischen zwei Arten der Eigentumsverteilung entscheiden: Bei einer ungleichen Verteilung werden unterschiedliche Rollen mit mehr und weniger einflussreichen Teammitgliedern definiert. Bei einer gleichen Verteilung steht das gemeinsame Führen des Unternehmens im Vordergrund. Erste Ergebnisse zeigen, dass Teams mit ungleicher Eigentumsverteilung offener für zusätzliche Teammitglieder sind und dass Teamerweiterungen teilweise die bessere Leistung von Teams mit ungleicher Eigentumsverteilung erklären können. Das Projekt bietet eine Orientierungshilfe für Gründungsteams, die über die Eigentumsverteilung entscheiden müssen, und verbessert das Verständnis darüber, wie sich die Zusammensetzung der Führungsteams von jungen Unternehmungen im Zeitablauf ändert.

Produkt- und Faktormarktwettbewerb – Herausforderung für Unternehmen und Unterstützung für Innovation

Wettbewerb findet sowohl in Produkt- als auch in Faktormärkten statt. Während Wettbewerb im Produktmarkt Unternehmen vor Herausforderungen stellt, kann Wettbewerb im Faktormarkt Unternehmen durch das Angebot von neuartigen Inputfaktoren zu möglicherweise günstigeren Preisen unterstützen. Neuartige Inputfaktoren können die Innovationsaktivitäten von Unternehmen fördern, da die Inputfaktoren für neue Produkte und Dienstleistungen genutzt werden können. Das Projekt verwendet die Konfrontation deutscher Unternehmen mit gestiegenem Wettbewerb aus China als Kontext. Erste Ergebnisse zeigen, dass deutsche Unternehmen durch höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung versuchen, dem verstärkten chinesischen Wettbewerb auf dem Produktmarkt zu entkommen. Als Konsequenz der Investition erzielen sie einen höheren Umsatzanteil mit neuen Produkten. Zusätzlich steht chinesischer Wettbewerb im Faktormarkt in einem positiven Zusammenhang zu Umsatzsteigerungen, die deutsche Unternehmen mit qualitätssteigernden Prozessinnovationen erzielen. Damit ist stärkerer Wettbewerb ein zweischneidiges Schwert, das Unternehmen im Produktmarkt herausfordert, im Faktormarkt jedoch unterstützt.

Mitgliedschaften in Leitungsgremien

Ad-hoc Reviewer (Auszug)

Wissenschaftliche Zeitschriften

  • Strategic Management Journal
  • Journal of Business Venturing
  • Research Policy
  • Journal of Economics & Management Strategy
  • Journal of Banking and Finance
  • BuR - Business Research
  • Economics Letters
  • Economics of Innovation and New Technology
  • European Financial Management
  • European Management Review
  • Industry and Innovation
  • Journal of Business Research
  • Journal of Empirical Finance
  • Journal of Small Business Management
  • Small Business Economics

Förderinstitutionen

  • European Science Foundation
  • Research Foundation Flanders

Akademische Auszeichnungen

  • Nominierung für den Best Paper Award, 6th Annual Conference for the Academy of Innovation and Entrepreneurship (AIE), Oxford, UK, 2013
  • Nominierung für den Best Conference Paper Award, Jahrestagung des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB), Kaiserslautern, 2011
  • Förderprogramm für Nachwuchswissenschaftlerinnen, Robert Bosch Stiftung (“Fast Track”), 2009-2011
  • Stipendium der London School of Economics und der Financial Markets Group, 2001-2003
  • Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) für das Studium an der University of California, Berkeley, 1996-1997
  • Young Economist Award der European Association for Research in Industrial Economics (EARIE), 2005