Vorhandene Potenziale ausschöpfen

26.10.2017

Zu einem Filmabend rund ums Thema Gründung lädt das Institut für Unternehmertum am 17. November an die GGS. »She started it«– porträtiert fünf junge Gründerinnen auf ihrem Weg zum eigenen Unternehmen. Im Interview verraten die beiden Organisatoren Prof. Dr. Elisabeth Müller und Dr. Frederik Metzger, warum die Wahl auf diesen Film fiel und wie sie mit dem Institut das unternehmerische Denken in der Region weiter fördern möchten. 


Welche Idee steckt hinter dem Filmabend?

Elisabeth Müller: Wir wollen für das Thema Unternehmertum und Startup sensibilisieren. Mit dem Filmabend können wir eine breite Öffentlichkeit ansprechen, denn er richtet sich nicht nur an Gründungsinteressierte und Frauen, sondern an alle, die sich für das Thema grundsätzlich interessieren und hinter die Kulissen von Unternehmertum und Gründungen schauen wollen.

Frederik Metzger: Wir hatten viele Filme in der Auswahl, aber sie waren entweder schon älter oder zu USA-spezifisch und damit ohne möglichen Bezug zur Region. „She started it“ zeigt sehr authentisch den Weg der Gründerinnen, die mit viel Herzblut bei der Sache sind, und alle Höhen und Tiefen einer Gründung durchlaufen. Es wird nichts beschönigt. 


Nach dem Film berichten auch zwei Heilbronner Gründer von ihren Erfahrungen.

Metzger: Das ist zum einen Larissa Hauser. Sie hat ihren festen Job von einen Tag auf den nächsten gekündigt und sich mit ihrem Life-Coaching in die Selbstständigkeit gewagt. Ihr Podcast Ayu Happy verzeichnet inzwischen über 22.000 Downloads. Außerdem wird Denis Falkenstein von seinen Erfahrungen berichten. Er ist Mitgründer des Online-Shops Everysize – und war kürzlich in „Die Höhle der Löwen“ zu sehen. Wir freuen uns sehr, dass er seine Geschichte mit uns teilt.

Müller:  So können wir auch direkt Parallelen zum Film ziehen. Auch die Protagonistinnen haben Investoren gesucht und man sieht, wie schwierig es ist, welche zu finden. Denis Falkenstein und seine Kollegen sind aus der Höhle ja auch ohne Deal gegangen.


»She started it« zeigt ausschließlich Gründerinnen. War der weibliche Schwerpunkt bewusst gewählt?

Müller: Es ist uns als Institut schon ein Anliegen, bewusst Frauen zu fördern und zu ermutigen, den Schritt zu gehen. Insgesamt sind schon 40% der Gründer weiblich. In einzelnen Branchen, wie dem Hightech-Sektor, sind sie jedoch noch stark unterrepräsentiert. Deswegen sind Rollenbilder wie aus dem Film wichtig und wir zeigen sie gerne. Aber wie schon gesagt soll der Filmabend jeden ansprechen – egal ob Frau oder Mann. 


Das Institut forscht nicht nur zum Thema Unternehmertum, sondern möchte die Erkenntnisse teilen und diskutieren. Wie findet der Austausch statt?

Metzger: Neben der Gründungsberatung, die wir Studierenden anbieten, sind wir ja bereits in den Heilbronner Gesprächen zur Unternehmensführung der GGS und dem Heilbronner Startup Meetup involviert. Darüber hinaus entwickeln wir weitere Formate, die den Austausch fördern und neue, vor allem auch interdisziplinäre Netzwerke ermöglichen sollen.

Müller: Uns ist sehr daran gelegen, das unternehmerische Denken zu fördern und die vorhandenen Potenziale auszuschöpfen – und davon gibt es in unserer Region eine ganze Menge.