Ben Ellermann (l.) und Ludwig Maul sprachen über ihre Erfahrungen mit Social-Media-Kanälen.

Innovationsforum: Social Media im Unternehmensumfeld

26.03.2014

Was ist bei sozialen Medien wichtig? Ganz klar: das Soziale. Darin waren sich Ben Ellermann von der buw Unternehmensgruppe und Ludwig Maul, Innovationsmanager bei der Porsche AG, beim Innovationsforum Heilbronn-Franken zum Thema „Social Media“ einig. Beide Referenten beschäftigen sich von Berufs wegen mit den interaktiven Online-Plattformen.

Bei der Nutzung von sozialen Medien gehe es in erster Linie um die Menschen, sagte Ben Ellermann, Senior Consultant beim Callcenter-Betreiber buw. Das heißt: Die Mitarbeiter müssen dort unterwegs sein, damit werde auch ein B-2-B-Unternehmen wie buw greifbar. Ellermann gab den rund 80 Gästen an der GGS einen Einblick in die erfolgreiche Strategie der Unternehmensgruppe.

Die sieht einen Fokus auf den firmeneigenen Blog vor. „Der ist alternativlos“, sagte Ellermann, weil man anders als bei Facebook oder Twitter hier selbstständig alles bestimmen kann – vom Layout bis zu den Inhalten. Er räumte aber ein, dass es nicht immer leicht sei, Mitarbeiter, vor allem die Experten, zu motivieren, den Blog mit Leben zu füllen. Ein gelungener Social-Media-Mix trage dazu bei, neue Kunden, Mitarbeiter, aber auch künftige Mitarbeiter gezielt anzusprechen. Verzichte ein Unternehmen auf diese Online-Aktivitäten, so Ellermann, verschenke es wichtiges Potenzial.

Ersatz für Kaffeeküche

Vergeudetes Potenzial zu vermeiden, das ist auch der Gedanke hinter der Online-Community, die die Porsche AG gerade einführt. Ganz im Gegenteil: Die virtuelle „Gemeinschaft“ soll die Innovationskraft durch Austausch steigern, indem Mitarbeiter auf direktem Weg Ideen sammeln, austauschen und diskutieren können. „Es ersetzt in einem so großen Unternehmen quasi die Kaffeeküche“, sagte Referent Ludwig Maul schmunzelnd.

Der Innovationsmanager hat bei der Porsche AG maßgeblich an der Einführung der Online-Community mitgewirkt. Auch hier sei es unabdingbar, die Mitarbeiter ins Boot zu holen und ihre Bedürfnisse zu berücksichtigen, erklärte er. Gelingt das, können mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: nämlich einen Rahmen für neue Ideen, aber eben auch für eine Vernetzung der Mitarbeiter zu schaffen. Die erste Testphase mit 200 Mitarbeitern sei positiv verlaufen, jetzt muss sich die Online-Community auch im größeren Rahmen bewähren.