Keine Berührungsängste: Start-ups treffen auf Grown-ups

17.07.2018

Start-ups und Grown-ups zusammen bringen, um voneinander zu lernen: Das ist die Idee hinter dem neuen GGS-Format »Start-ups/Grown-ups«, das vergangene Woche Premiere hatte. Dabei treffen junge Gründer für einen Nachmittag auf Vertreter etablierter Unternehmen und diskutieren ihre Positionen zu einem Thema. 

Dr. Frederik Metzger hat gemeinsam mit Prof. Dr. Elisabeth Müller vom GGS-Institut für Unternehmertum die neue Reihe ins Leben gerufen – beide zeigen sich mit dem Auftakt sehr zufrieden. »Es gab auf beiden Seiten keinerlei Berührungsängste«, erzählt Elisabeth Müller. Start-ups und Grown-ups seien sehr schnell miteinander in Kontakt gekommen.

Damit haben Metzger und Müller ihr Ziel erreicht. Schließlich steht im Vordergrund der Veranstaltung der gegenseitige Austausch. Dass der Bedarf dafür besteht, zeigte die Beteiligung auf beiden Seiten. So konnten die Organisatoren unter anderem Vertreter von Bosch, Ernst & Young oder der LLBW für die Startveranstaltung gewinnen, bei der die Teilnehmer über das Thema »Generation Y – Meistern Start-ups das, was Grown-ups noch lernen müssen?« diskutierten. Die junge Generation wurde durch das Software-Start-up 100 Worte Sprachanalyse und zwei Corporate Start-ups von Mann + Hummel sowie der MVV Energie AG vertreten.

Reibungspunkte finden

Beim Aufeinandertreffen geht es nicht darum, zwingend Gemeinsamkeiten zu finden, die unterschiedlichen Positionen sollen durchaus offensichtlich werden. »Start-ups und Grown-ups haben spezifische Denk- und Handelsweisen, die dürfen sich auch gerne reiben«, erklärt Frederik Metzger, der an der GGS als Programm-Manager Entrepreneurship junge Gründer auf ihrem Weg zum Start-up berät und das neue Format federführend initiiert hatte.  

Am Ende eines Workshop-Nachmittages sollen die Beiträge der einzelnen Parteien sichtbar sein. Diese sollen zunächst nicht vermischt werden, sondern als solche erkennbar bleiben. Dadurch lernen die Grown-ups, wie junge Unternehmen bestimmte Themen angehen.  Die Start-ups dagegen gewinnen Einblick in die Prozesse etablierter Firmen und können so ihre eigenen Prozesse und Strukturen reflektieren und auf den Prüfstand stellen.

Nach dem erfolgreichen Auftakt ist die nächste Veranstaltung bereits in Planung. Künftig soll »Start-ups/Grown-ups« dreimal im Jahr stattfinden.