Mit dem MBA auf dem Weg in die Selbstständigkeit

Es klingt wie ein Traum: sechs Jahre nach dem berufsbegleitenden MBA-Studium an der German Graduate School of Management and Law (GGS) konnte Matthias Poguntke sein Gehalt um ein Vielfaches steigern. Die vielen Nächte, die für das Studium drauf gingen, haben sich für den gelernten Schreiner mit Abschluss als Diplomingenieur in Mechatronik gelohnt. Derzeit macht er sich mit einer eigenen Unternehmensberatung selbstständig. Ein Schritt, den er ohne MBA nicht gewagt hätte.

Weshalb haben Sie sich damals zu einem berufsbegleitenden MBA-Studium entschlossen?
Ich habe mich zu einem berufsbegleitenden Studium entschlossen, da ich meine Karriere nicht unterbrechen wollte. Zudem war es mir wichtig, das Gelernte direkt in der Praxis anwenden zu können. Da bot sich das berufsbegleitende Format an.

Wie sind Sie auf die GGS gestoßen und warum haben Sie sich für den MBA an der GGS entschieden? 
Die GGS fand ich auf eigene Recherche im Internet. Damals war die GGS noch jung und ihre Sichtbarkeit deutlich geringer als heute. Ein MBA lebt natürlich auch vom Ruf seiner Business School. Dahingehend war es ein gewisses Risiko, den MBA an der gerade erst gegründeten GGS zu machen. Aber die GGS überzeugte mich durch ihre internationale Fakultät und die Studieninhalte. Viele der Professoren kommen von international renommierten Hochschulen. Mir waren die Inhalte wichtiger als der Titel. Und die GGS bietet ein berufsbegleitendes Format an. Zudem ist das Programm zu 100 Prozent in Englisch angelegt. Neben den genannten Punkten war natürlich auch das Stipendium der Dieter Schwarz Stiftung interessant. Dafür bin ich dankbar.

Wie haben Sie das mit Ihrem Arbeitgeber besprochen? Wie war dessen Reaktion?
Ich habe diese Entscheidung nicht vorab mit meinem Arbeitgeber besprochen. Ich wollte den MBA ja für mich persönlich machen und nicht für meinen Arbeitgeber. Natürlich habe ich ihn dennoch gleich informiert, als alles spruchreif war. Seine Reaktion war positiv.

Bekamen Sie während des Studiums Feedback von Ihrem Arbeitgeber?
Ja. Ich habe mein Studium bewusst als „internes Marketinginstrument“ genutzt. Nach jedem Studienmodul mussten wir ein Assignment anfertigen. Aufgabe war es, das gerade Gelernte an einem potentiellen Unternehmensthema anzuwenden. Ich habe dafür nicht irgendwelche fiktiven Themen genommen. Stattdessen habe ich dem Top-Management meines Arbeitgebers angeboten, echte Themen aus ihren Bereichen zu bearbeiten. Entsprechend positiv war das Feedback. Zudem konnte ich mein Netzwerk ausbauen und Sichtbarkeit im Unternehmen erlangen. Das hat mir später sehr geholfen.

Wie viel Zeit haben Sie in das Studium investiert? Wie haben Sie Job, GGS und Ihr Privatleben unter einen Hut bekommen?
Ich kann den Zeitaufwand heute nicht mehr genau abschätzen. Sicherlich habe ich öfter bis in die Nacht hinein an Studienthemen gesessen. Aber das gehört ja irgendwie auch dazu.
Job, Privatleben und das Studium unter einen Hut zu bekommen, ist natürlich eine Herausforderung. Ganz ohne Abstriche geht es nicht. Die liegen oft im Privatleben. Wenn man das Wochenende in Kursen verbringt, ist der direkte Effekt auf das Privatleben eben größer als der Einfluss auf die Arbeitswoche. Ohne Unterstützung im privaten Umfeld geht es deshalb nicht. Aber ich habe konsequent priorisiert und versucht, mich auf die wichtigsten Themen zu konzentrieren. So blieb trotz Studium noch Zeit fürs Privatleben.

Thema „Return on Invest“ eines MBA: Wie viel Geld haben Sie in etwa in Ihr Studium investiert und was kam letztlich konkret heraus? 
Aufgrund des Stipendiums der Dieter Schwarz Stiftung habe ich  ca. 13.000 € investiert. Diese Kosten hatte ich bereits während des Studiums wieder drin. Bezüglich des Return on Invest möchte ich zwischen finanziellem und persönlichen ROI differenzieren. Eins vorweg: Man bekommt mit einem MBA nicht automatisch mehr Geld. Es hilft, aber es ist kein Selbstläufer. Ich persönlich habe finanziell stark profitiert. Ich konnte mein Gehalt im Jahr meines MBA Abschlusses um 25 Prozent steigern. Die nachfolgenden Karriereschritte hätte ich ohne MBA nicht so schnell gemacht. Vor meinem Start in die Selbstständigkeit (sechs Jahre nach MBA Abschluss) hatte ich mein Gehalt im Vergleich zu meinem Verdienst vor dem MBA fast vervierfacht.
Neben den finanziellen Aspekten möchte ich herausstellen, wie wichtig auch der persönliche ROI ist. Das MBA Studium entwickelt die Persönlichkeit, die Denkweise sowie die Sicht auf die Welt. Das sind Effekte, die sich nicht in Euro bewerten lassen, aber unbezahlbar sind.

Was erhofften Sie sich persönlich durch den MBA-Abschluss? Wurden diese Hoffnungen erfüllt
Ich erinnere mich noch gut an den Tag, an dem ich mich für einen MBA entschied. Ich saß 2006 bei einem hochrangigen Einkäufer von Apple in Cupertino. Wir hatten ein Bauteil für das erste iPhone entwickelt. Ohne dieses Bauteil hätte Apple das iPhone nicht rechtzeitig präsentieren können. Es gab keine Alternativlieferanten. Also alles in allem eine sehr gute Verhandlungsposition für uns. Ich war für den technischen Part zuständig, mein Kollege für die wirtschaftliche Seite. Doch unsere stolzgeschwellte Brust fiel schnell in sich zusammen. Unser Gegenüber hatte offenbar alle relevanten Marktmechanismen, technischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge durchdrungen. Ich war beeindruckt, mit welcher Kompetenz er unsere Argumente konterte. Eine tolle Verhandlung. Am Schluss kamen wir mit einem blauen Auge und einem guten Preis heraus. Beim folgenden Small-Talk erzählte mir der Einkäufer, dass er ebenso wie ich Ingenieur sei und dass ihm ein MBA-Studium sehr geholfen hatte, sein Verständnis für die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge zu schärfen. Das wollte ich auch. Ich kann heute sagen, dass sich diese Hoffnung erfüllt hat.

Sie machen sich gerade selbstständig – hätten Sie diesen Weg auch ohne MBA Studium eingeschlagen? 
Ja, richtig – ich mache mich gerade mit |REFFEKTIV|, meiner Unternehmensberatung für Technik und Wirtschaft, selbstständig. Und nein – ich hätte diesen Weg ohne MBA nicht eingeschlagen. Meine Unternehmensberatung hat den Tätigkeitsschwerpunkt in den Bereichen Geschäftsfeldentwicklung, Produktmanagement und Portfoliostrategie. Ich konzentriere mich damit also auf die Schnittstelle von Technik und Betriebswirtschaft. All das basiert einerseits in ganz wesentlichen Teilen auf den Dingen, die ich im MBA gelernt habe. Andererseits auf den Erfahrungen, die ich in den letzten gut zwölf Jahren im technologie- und innovationsgetriebenen Mittelstand gesammelt habe. Sehr viele dieser Erfahrungen hätte ich ohne MBA nicht gemacht. Viele Chancen, Projekte, Begegnungen und Positionen wären mir ohne mein Studium verschlossen geblieben.

Die German Graduate School of Management and Law in Heilbronn feiert dieses Jahr zehnjähriges Bestehen. Matthias Poguntke zählt zum ersten MBA-Jahrgang, den die Business School hervorbrachte. Seinen MBA absolvierte er von 2006 bis 2009, damals noch mit dem Schwerpunkt International Business. Heute bietet die GGS sechs berufsbegleitende Master-Studiengänge und ein umfangreiches Seminarprogramm in der Executive Education an.


Sie wollen mehr über unser berufsbegleitendes MBA-Programm erfahren? Wir schicken Ihnen gerne Infomaterial zu oder rufen Sie zurück. Füllen Sie einfach das unten stehende Kontaktformular aus – wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Kontaktformular für Landingpages

Seite 1
Kontakt
Anrede*