Projektbeschreibung

Das Projekt Seneca

Bei dem Projekt »SENECA – Soziale Netzwerke und dauerhafte Innovationsfähigkeit« handelt es sich um ein Kooperationsprojekt von Prof. Dr. Heinz-Theo Wagner mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insb. Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen der Otto-Friedrich-Universität Bamberg sowie dem Beirat des innovationsforum:heilbronn-franken.
 
Zur Erreichung der oben genannten Ziele wurde ein Forschungsmodell entwickelt, das sowohl unternehmens-externe Faktoren, wie z.B. Geschäftspartner, als auch unternehmensinterne Faktoren, wie z.B. Aufnahmefähigkeit für neues Wissen, einbezieht, um Innovationserfolg und wirtschaftlichen Erfolg zu erklären. Der Zusammenhang zwischen internen und externen Faktoren wird in nachfolgender Abbildung dargestellt:

Seneca Diagramm 1

Leithypothese

Die Leithypothese ist, dass das Unternehmensnetzwerk (bspw. zu Kunden und Lieferanten) als externer Wissenspool einen wesentlichen Schub für Innovationen bringt. Allerdings nur dann, wenn die unternehmensinternen Fähigkeiten, neues Wissen aufzunehmen, zu verarbeiten und letztlich auch umzusetzen ausreichend vorhanden sind.

Unternehmensexterne Erfolgsfaktoren

Eine wichtige Quelle innovationsrelevanten Wissens stellt das Unternehmensnetzwerk bzw. die Beziehungen eines Unternehmens zu externen Partnern dar. Die wichtigsten Typen an Netzwerkpartnern sind Kunden, Entwicklungspartner, Verbände/Arbeitskreise, Cluster, Lieferanten und – als individuelle, persönliche Verbindung verstanden – außerberufliche Netzwerke wie bspw. ein Unternehmertreff, in denen neben anderer Themen auch innovationsrelevante Themen wie Markt- und Technologietrends angesprochen werden können. Inwieweit solche Netzwerke relevant für das Innovationsgeschehen sind und welche Ausprägung sie haben, wird mittels Sozialkapitaltheorie analysiert. Dies erlaubt eine präzise Erfassung von Art, Menge und Qualität der Netzwerkbeziehungen in so vielfältigen Dimensionen wie Kommunikation, Vertrauen und gemeinsame Begriffswelten.

Unternehmensinterne Erfolgsfaktoren

Ein wichtiger unternehmensinterner Erfolgsfaktor ist die Aufnahme- und Umsetzungsfähigkeit für externes Wissen (»Absorptive Capacity«). Die Aufnahmefähigkeit beschreibt die Fähigkeit der Identifikation und Akquisition von Wissen, das dann analysiert, interpretiert und verarbeitet (»assimiliert«) wird. Somit wirkt die Aufnahmefähigkeit als ein »Katalysator« zwischen dem Unternehmensnetzwerk und dem Wissensstand des eigenen Unternehmens. Die Umsetzungsfähigkeit hingegen bezieht sich auf die Realisierung von Ideen und umfasst die Fähigkeit, das zuvor erworbene und assimilierte Wissen zu trans-formieren und auch sinnvoll anzuwenden, was letztendlich einem „Katalysator“ zwischen dem Wissens-stand des Unternehmens und dem Erfolg gleich kommt. Maßnahmen des Innovationsmanagements können zielgerichtet eingesetzt werden, um Aufnahme- und Umsetzungsfähigkeit zu unterstützen. Hierzu zählt bspw. die Strukturierung des Innovationsprozesses von der Ideengenerierung, über Evaluierung und Auswahl bis hin zur Umsetzung.