Forschungsprojekte des Instituts

Im Institut für Unternehmertum werden erfolgreiche Persönlichkeiten im Unternehmen, ihr Verhalten und ihre Art zu arbeiten erforscht. Aber auch die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen in Organisationen, Politik und Gesellschaft, die Unternehmertum bestmöglich zur Entfaltung kommen lassen, stehen im Fokus der wissenschaftlichen Tätigkeit.

Unternehmerische Resilienz

Entrepreneure haben nicht immer die idealen Rahmenbedingungen für eine Gründung und sind im Laufe ihrer Unternehmertätigkeit vielfachen Widrigkeiten ausgesetzt – weit mehr als dies bei Personen anderer beruflicher Stati der Fall ist. Kritische Entwicklungen im beruflichen und privaten Leben können ihren unternehmerischen Erfolg ernsthaft in Gefahr bringen. Es stellt sich daher die Frage, welche Faktoren Unternehmerinnen und Unternehmer in Krisen und erfolgsbedrohlichen Kontexten schützen und damit zu einem konsistenten Erfolg unter widrigen Bedingungen beitragen. In diesem Forschungsprojekt werden Schutzfaktoren erforscht, welche sich einerseits in der Persönlichkeit des Entrepreneurs manifestieren und andererseits in dessen Umfeld angesiedelt sind. Auf Basis dieser Erkenntnisse ist es im Rahmen von Präventionsmaßnahmen möglich, ein protektives Portfolio bereits mit der Gründung von Unternehmen aufzubauen.

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Zusammensetzung von Forschungsteams in den Lebenszyklusphasen von Unternehmen

Unternehmensgründer üben einen maßgeblichen Einfluss auf den Erfolg ihrer Unternehmen aus. Das Aufgabenfeld der Gründer kann sich jedoch über den Lebenszyklus von Unternehmen hinweg enorm verändern. Während Gründer zu Beginn für alle Aufgaben zuständig sind, können sie nach erfolgreichem  Wachstum darüber entscheiden, welche Aufgaben sie an Mitarbeiter delegieren möchten. Dieses Projekt untersucht für technologieorientierte Unternehmen, ob ein anhaltendes Engagement der Gründer in der Forschungs- und Entwicklungsarbeit (FuE) des Unternehmens sich positiv oder negativ auf den Unternehmenserfolg auswirkt. Des Weiteren wird die Rolle des forschungsaktiven Gründers für FuE-Kooperationen und für die Wissenskombination im Unternehmen untersucht.

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Kognitive Legitimität von jungen Unternehmen aus Kundensicht

Junge Unternehmen haben einen bedeutenden Einfluss auf das Wirtschaftswachstum. Viele dieser neuen Unternehmen entwickeln neue und innovative Produkte. Dabei hängt der Unternehmenserfolg vom Produkterfolg des ersten Produktes ab und entscheidet gleichzeitig über den Erfolg oder das Scheitern des Unternehmens. Um dieses Risiko zu überwinden, muss ein Unternehmen die Legitimität bei ihren Kunden steigern. Die Legitimität besteht aus verschiedenen Dimensionen, wie z. B. aus der soziopolitischen und kognitiven Legitimität. Aus Kundensicht ist bei jungen Unternehmen nur die kognitive Legitimität von Bedeutung. Bei Gründung eines neuen Unternehmens ist diese in der Regel schwach ausgeprägt und muss gesteigert werden.

In diesem Projekt wird die wahrgenommene kognitive Legitimität bei Konsumenten operationalisiert, deren Steigerung beleuchtet und deren Einflussfaktoren betrachtet.

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Management von kultureller Diversität in kleinen und mittleren Unternehmen

Durch Immigration sind Unternehmen in der EU in Bezug auf den nationalen und kulturellen Hintergrund ihrer Mitarbeiter immer diverser geworden. Als Reaktion auf eine zunehmend diverse Belegschaft, haben viele europäische Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sogenannte Diversity-Management-Programme initiiert. Doch trotz verstärkter Forschung über Diversity Management in den letzten Jahren, beschränkt die Uneinigkeit darüber, was Diversity-Management beinhaltet, die Entwicklung eines kohärenten Kenntnisstands. Ein großer Teil der Arbeiten sind spekulativ und Ergebnisse empirischer Studien über Diversity Management sind nach wie vor fragmentiert und uneinheitlich. Forschung über die kulturelle Diversität in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist besonders rar, obwohl KMU durch den demografischen Wandel stärker betroffen sein können als große Unternehmen.

Unser Forschungsprojekt konzentriert sich auf das Management kultureller Diversität in KMU und legt besonderes Gewicht auf fachlich qualifizierte Immigranten aus Nicht-EU-Ländern. Unser Ziel ist es die Verwendung und die Wirksamkeit von Maßnahmen besser zu verstehen, die entwickelt wurden, um Mitarbeiter mit Migrationshintergrund in ihre Unternehmen zu integrieren. Unsere Ergebnisse werden es uns ermöglichen, evidenzbasierte Empfehlungen an die Entscheidungsträger zu geben, um eine kulturell vielfältige Belegschaft zu managen und um die Integration von qualifizierten Immigranten vor allem aus Nicht-EU-Ländern zu verbessern.

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Investorenbeziehungen im Corporate Venturing

Etablierte Unternehmen sind einem stetig steigenden Innovationsdruck ausgesetzt. Daher werden direkte Investitionen in Startups immer häufiger genutzt, um technologische und strukturelle Veränderungen im Markt frühzeitig zu erkennen und davon zu profitieren. CVC Aktivitäten erfordern eine klare Abstimmung, Kooperation und den Wissensaustausch zwischen Startup, CVC Einheit und internen Einheiten der jeweiligen Muttergesellschaft. Von wissenschaftlicher und praktischer Relevanz ist hierbei die Untersuchung von Prozessen und Beziehungen zwischen den unterschiedlichen Interaktionsebenen und deren Auswirkung auf den Erfolg in diesem höchst heterogenen Netzwerk.

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