Innovation – wie bringt man Neues erfolgreich in die Welt?

Wir erforschen die Verhaltensmuster der Menschen, die erfolgreich Innovationen hervorbringen und managen, die Merkmale der Organisationen, die optimale Rahmenbedingungen dafür schaffen, und das Unternehmensumfeld, in dem sich diese Organisationen bewegen. Wir unterstützen Führungskräfte darin, von diesen Erkenntnissen zu lernen, um selbst erfolgreich Innovationen zu erzeugen, zu managen sowie rechtlich abzusichern, zu verwerten und durchzusetzen.

Unternehmensnetzwerke und Innovationserfolg (Seneca 1)

Eine wichtige Quelle innovationsrelevanten Wissens stellt das Unternehmensnetzwerk bzw. die Beziehungen eines Unternehmens zu externen Partnern dar. Die wichtigsten Typen an Netzwerkpartnern sind Kunden, Entwicklungspartner, Verbände/Arbeitskreise, Cluster, Lieferanten und individuelle, persönliche Verbindungen. Außerdem ist ein wichtiger unternehmensinterner Erfolgsfaktor die Aufnahme- und Umsetzungsfähigkeit für externes Wissen. Diese beschreibt die Fähigkeit der Identifikation und Akquisition von Wissen, welches dann analysiert, interpretiert und verarbeitet wird. Maßnahmen des Innovationsmanagements können zielgerichtet eingesetzt werden, um Aufnahme- und Umsetzungsfähigkeit zu unterstützen. Hierzu zählt bspw. die Strukturierung des Innovationsprozesses von der Ideengenerierung, über Evaluierung und Auswahl bis hin zur Umsetzung.

Die Studie befasst sich insbesondere mit folgenden Forschungsfragen:

  1. Wie beeinflusst ein mehrere Partnertypen umfassendes interorganisationales Netzwerk den unternehmerischen Wissensstand?

  2. Wie und in welchem Ausmaß tragen unternehmensinterne Wissensverarbeitungsfähigkeiten zur Generierung von Innovationserfolg bei?

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Digitale Innovation, organisatorische Aufstellung und Innovationsfähigkeit (Seneca 2)

Im Rahmen der Digitalisierung verändert sich die Art und Weise der Identifikation von vielversprechenden Ideen im Innovationsprozess, da die bestehenden Informationsquellen von Unternehmen erweitert werden. Bisher wurden Informationen intern (z.B. durch Berichte oder den Garantiestatus eines Produkts) oder extern (z.B. Preisdaten oder Wetterdaten) gewonnen. Diese Informationsträger werden in einer vernetzten, smarten Welt (Industrie 4.0) durch Informationen durch die Produkte selbst ergänzt. Dieses Forschungsprojekt beschäftigt sich mit dem Forschungsfeld von Innovationen in Unternehmen, die durch den Einsatz von Informationstechnologie ermöglicht werden. Für deren Untersuchung werden die folgenden Fragestellungen formuliert, um das begrenzt erschlossene Forschungsfeld zu explorieren:

  1. Welche Herausforderungen gehen mit der Entwicklung von smarten, vernetzten Innovationen einher?
  2. Wie können die organisationalen Stellschrauben eingestellt werden, um die Entwicklung und den Betrieb von smarten, vernetzten Produkten zu erwirken?

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Prozessinnovation und Flexibilitätsmanagement in Lieferketten der Automobilindustrie

Prozessinnovation ist ein wesentlicher Hebel zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Lieferketten. Im Zuge der vierten industriellen Revolution („Industrie 4.0“) werden erhebliche Potenziale erwartet; jedoch fehlt bisher eine systematische Perspektive auf die Möglichkeiten und Herausforderungen zur Innovation in Lieferketten in diesem Zusammenhang. Außerdem müssen Unternehmen bei der Gestaltung von Lieferketten den grundsätzlichen Zielkonflikt zwischen Kosteneffizienz und (teurer) Flexibilität so auflösen, dass sie sich wettbewerbsfähig am Markt aufstellen. Flexibilität ist dabei ein zentraler Stellhebel, um unsicheren Marktentwicklungen und insbesondere disruptiven Veränderungen zu begegnen. Dieses Forschungsprojekt untersucht Relevanz und Wertbeitrag von Prozessinnovationen und die Gestaltung von Lieferketten unter Flexibilitätsaspekten am Beispiel der Automobilindustrie.

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Individuelle Treiber von Innovationen (Innovation Champion)

Bei vielen Unternehmen werden die herausragenden Innovationsprojekte durch bestimmte Personen innerhalb der Organisation auf informellem Wege nach vorne getrieben und nicht auf Basis eines formalisierten Prozesses. Insbesondere diese Top-Projekte sind für den Innovationserfolg in Unternehmen von zentraler Bedeutung. Obgleich die Erkenntnis existiert, dass Einzelpersonen, eine zentrale Rolle für die Innovationsgenerierung spielen (die sogenannten »Innovation Champions«), bleibt unklar wie diese Rolle einem systematischen Management zugänglich gemacht und einem formalisierten Prozess zugeordnet werden können, um von zufälligem Erfolg zu steuerbaren Größen zu kommen.
Aus Management-Sicht ergeben sich damit folgende Fragen:

  1. Wie genau und in welchem Kontext kann ein Innovation Champion im Innovationsgeschehen eingesetzt werden, um die Innovationskultur zu beeinflussen und die Innovativität und den Innovationserfolg eines Unternehmens zu erhöhen?
  2. Wie lässt sich ein Innovation Champion identifizieren und entwickeln, bspw. bei der Personalauswahl und der Personalentwicklung?

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